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25.10.2010 09:50 Alter: 2 yrs
Kategorie: Hin und Weg (Ausland)

Ein Jahr around the world

Südafrika

Die beiden Reisenden: Kathrin und Renee


Coffee Bay


Drakensberg


Hole in the Wall

Unsere ehemaligen Praktikantin Kathrin ist seit Ende September auf einer Reise rund um die Welt. Alle paar Wochen fasst sie für den Jugendserver ihre Erlebnisse zusammen...

Das war dann also Südafrika. Ein wunderschönes Land, in dem ich bestimmt nicht zum letzten Mal war. Was ich ziemlich schnell festgestellt habe: zwei Wochen sind definitiv zu wenig Zeit. Wenn man schon mal hier ist, sollte man sich die Zeit nehmen und einige Küstenabschnitte sehen, wenn nicht sogar die ganze Tour von Kapstadt hoch zum Kruger Nationalpark machen.
Wir haben eine 7-Tagestour von Johannesburg zur Coffee Bay (ein kleines Dorf, das ungefähr auf halber Strecke zwischen Durban und Port Elizabeth liegt) und wieder zurück gemacht, mit Zwischenstopps in Durban auf dem Hin- und Rückweg. Die Landschaft, die man dabei passiert, ist atemberaubend, besonders Drakensberg zwischen Johannesburg und Durban. Rote Steppenlandschaft umrandet von Bergen und mit Seen, so blau, wie man es nicht mal zusammenmischen könnte, einfach furchtbar schön! Der Weg von Durban nach Mthatha, von wo uns dann ein Shuttlebus zur Coffee Bay brachte, war wieder ganz anders. Der Großteil des Weges führte uns an der Küste entlang, die in diesem Bereich aus Hügeln und Tälern besteht. Dadurch haben sich überall kleine Buchten zwischen meterhohen Klippen gebildet, an denen die Wellen dann lautstark brechen. Was die Straßen in Südafrika angeht, besonders die Landstraßen und die Straßen in den Dörfern oder kleineren Städten, sollte man sich am Besten gleich von Anfang an von sämtlichen Gedanken an Europas Straßen verabschieden. Ich meine, bei uns gibts auch schlechte Straßen mit Schlaglöchern, aber Schlagloch wäre für diese Straßen teilweise ein Euphemismus. "Meteoriteneinschlagkrater" trifft das ganze dann schon eher.
Doch wenn man dann erst Mal in Coffee Bay angekommen ist, heißt einen das Paradies mit offenen Armen Willkommen. Das Hostel, in dem wir waren, liegt direkt am Meer, umgeben von etlichen Pflanzen und eigentlich fühlt man sich auch gar nicht wie in einem Hostel, sondern vielmehr wie ein Teil einer großen Familie. Täglich werden dort auch verschiedene Touren angeboten, die dann von Einheimischen geführt werden. So waren wir zum Beispiel am "Hole in the Wall" (ein Loch in nem Felsen im Meer. Wird überall total toll angepriesen, meiner Meinung nach ist das Ding aber völlig überbewertet!) und haben eine Tour zu Klippen und Höhlen gemacht. Das war richtig cool. Der gesamte Weg hat sich an der Küste entlang geschlängelt, teilweise auch auf Pfaden, wo man bloß einen Fuß vor den anderen setzen konnte und es rechts neben einem ca 100m die Klippen hinunterging. Natürlich alles ohne jegliche Sicherung versteht sich,weil sowas braucht man in Südafrika nicht. Das Beste an dem Trip war allerdings,dass wir einen Schwarm von etwa 30 bis 40 Delfinen beobachten konnten, der ziemlich nach an der Küste entlang schwomm. Ansonsten hat sich Coffee Bay auch perfekt dazu geeignet die ersten Surfstunden zu nehmen. Nach 3 Surfstunden schaff ichs immerhin eine Zeit lang auf dem Brett stehen zu bleiben und kleinere Wellen zu reiten. Surfen sieht einfacher aus als es in Wirklichkeit ist! Aber so fahren wir wenigstens nicht als totale Grünschnäbel nach Autralien.
Die letzten drei Tage haben wir wieder in Johannesburg verbracht. Über couchsurfing.org haben wir Neill gefunden, der bereit war uns für die Zeit, die wir in Johannesburg sind, bei sich aufzunehmen. Also waren wir bei ihm bevor wir zur Coffee Bay sind und danach auch wieder. Und irgendwie hat es sich so ein bisschen angefühlt wie nach Hause zu kommen, weil man sich einfach schon an die Wohnung und an die Umgebung gewöhnt hatte. Johannesburg hat übrigens den schönsten Sonnenuntergang, wie ich finde. Wenn die Sonne langsam untergeht, ist Johannesburg in ein tief orangenes Licht getaucht. Ich glaube zwar, dass das teilweise auch von dem Smog kommt, der über der Stadt liegt, aber insgesamt finde ich eh, dass das Sonnenlicht in Südafrika eine viel schönere Farbe hat als sonstwo. Wir haben ein paar versucht das ganze zu fotografieren, aber auf den Bildern sieht das Ganze bloß wie ein normaler Sonnenuntergang aus, also wenig spektakulär.
Im Moment befinden wir uns in Melaka in Malaysia. Singapur war igendwie nicht so der Hit. Wir fahren da zwar wieder hin, aber nur für die letzten zwei Tage, bevor unser Flug nach Sydney geht. Der nächste Reisebericht folgt dann so in etwa 2-3 Wochen.

 

Kathrins Reiseerlebnisse können auch in ihrem Blog gelesen werden:

http://www.kaddiblog.meuler.eu/

und Renee, die mit ihr unterwegs ist, bloggt hier: reneehellweltreise.blogspot.com

www.saarclip.de
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