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20.02.2012 20:38 Alter: 87 days
Kategorie: Wahlwutz

Wer nicht wählt, wählt trotzdem


Klingt komisch, ist aber so. Warum das so ist, erklärt euch die Walwutz. Und dazu noch, warum kleine Parteien trotzdem gewählt werden können.

Wer nicht wählt, wählt trotzdem? Ja genau. Denn: Wenn man nicht wählt, bekommen die anderen Parteien automatisch mehr Plätze im Landtag. Denn dort sitzen 51 Abgeordnete, und zwar unabhängig davon wie hoch die Wahlbeteiligung ist.

Ein kleines Rechenbeispiel: Nehmen wir an es würden nur zwei Parteien zur Wahl stehen: Die Wahlwutzpartei und die Hühnerpartei. Am Wahltag gehen nur 50% aller Wahlberechtigten zur Wahl. Die Wahlwutzpartei würde 60% der Stimmen bekommen, die Hühnerpartei 40%. Was würde passieren? Die Wahlwutzpartei hätte die absolute Mehrheit und könnte alleine regieren. Obwohl sie nur insgesamt von 30% aller Wahlberechtigten gewählt wurde, also nicht mal jeder Dritte. Die Hälfte der Wähler ist ja schließlich zuhause geblieben. Damit haben all die, die nicht gewählt haben, mit dazu beigetragen dass die Wutze an die Macht kommen. Sie haben, indirekt, auch gewählt. So einfach ist das.

Immer nur große Parteien wählen?
Im Moment sitzen ja fünf Parteien im Landtag: CDU, SPD, Grüne, FDP und Linkspartei. Jetzt könnte man meinen, wenn man nicht die fünf wählt, würde man seine Stimme wegschmeißen. Aber, das ist nicht ganz richtig, denn vorher weiß man ja nie, was hinterher rauskommt. Im Moment stehen die Chancen ganz gut, dass die Piraten Partei Saarland in den Landtag kommt. Und die FDP aus dem Parlament rausfliegt. Aber wie gesagt, das weiß man erst nach der Wahl. 

Und selbst wenn eine kleine Partei es nicht in den Landtag schafft, kann das doch etwas verändern. Zum Einen bekommen Parteien ab einem Ergebnis von 1% für jede abgegebene Stimme 50 Cent überwiesen. Kann man hier nachlesen. Das ist zwar nicht immer so viel Geld, aber immerhin, viele kleine Parteien können damit ihre weitere Existenz sichern und vielleicht irgendwann in den Landtag einziehen. Die Grünen haben 1980 auch nur mit 1,5% angefangen.

Ein letztes Argument: Wenn kleine Parteien gewählt werden können sie damit zeigen, dass sie Themen vertreten, die vielleicht von anderen Parteien gar nicht ernst genommen werden. Der Umweltschutz hat vor den Grünen z.B. eher eine geringe Rolle in der Politik gespielt. Und auch die Piraten Partei haben mit ihren Themen Internet und Datenschutz für einigen Wirbel bei den anderen Parteien gesorgt.

Fazit:
Wählen gehen lohnt sich auf jeden Fall. So oder so! 

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Von: Wahlwutz, HW
Kategorie: Wahlwutz
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