Fachveranstaltungen

Hier erfahrt ihr Interessantes zu den Fachveranstaltungen in der Jugendarbeit im Saarland und drumherum.

"Lernorte der Demokratie"

Demokratiekonferenz 2017 der "Partnerschaft für Demokratie" des Saar-Pfalz-Kreises.

Digitale Dokumentation der Fachtagung vom 12.09.2017.

Hier geht`s zum Flyer mit dem Programm.

Nachfolgend könnt ihr findet ihr Kurzfassungen der Vorträge, einen Videoclip zur Veranstaltung sowie eine Bildergalerie.

Womit genau beschäftigt sich die Demokartiekonferenz?

Unter dem Titel „Lernorte der Demokratie“ beschäftigt sich die Demokratiekonferenz 2017 der „Partnerschaft für Demokratie“ des Saarpfalz-Kreisesmit verschiedenen Facetten des Demokratielernens und gibt Anstöße für die pädagogische Arbeit – getreu dem Motto „Demokratie geht uns alle an!“.

Im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie“ im Bundesprogramm „Demokratie Leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend veranstaltet der Saarpfalz-Kreis gemeinsam mit dem Adolf-Bender-Zentrum jährlich eine Demokratiekonferenz. Innerhalb der diesjährigen Tagung sollen durch renommierte Referentinnen und Referenten mögliche Lernräume und Lernorte charakterisiert, ihre Potenziale und Grenzen aufgezeigt und insbesondere Anstöße für die Projektentwicklung und praktische Umsetzung vor Ort gegeben werden.

Zur Herausbildung demokratischer Handlungskompetenzen bedarf es einer Vielzahl von Bemühungen und Gelegenheiten und dem Zusammenwirken aller Sozialisationsinstanzen. Kindergärten, Jugendzentren, Elternhaus, Verwaltung und viele mehr sind gleichermaßen gefordert, um Demokratie als Lebens- und Gesellschaftsform zu verinnerlichen und entsprechende Handlungskompetenzen auszubilden. Auch die Schule nimmt in diesem Kontext ohne Zweifel eine wichtige Funktion wahr. Dementsprechend richtet sich die Veranstaltung an alle haupt- und ehrenamtlichen Akteure aus den Bereichen Bildung, Jugend- und Sozialarbeit, Verwaltung sowie weitere Aktive und Interessierte im Rahmen der Partnerschaft.

Die Tagung findet in Kooperation mit JUZ United e.V., dem Landesinstitut für Pädagogik und Medien sowie dem Jugendserver-Saar statt und ist als Lehrerfortbildung anerkannt.

Hintergrund:

Seit dem Jahr 2016 engagiert sich der Saarpfalz-Kreis im Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie“ des Saarpfalz-Kreises stehen bis Ende 2019 Gelder bereit, um Engagement zu fördern, Präventions- und Aufklärungsarbeit zu leisten und nachhaltige Strukturen der Auseinandersetzung mit demokratiegefährdenden Tendenzen aufzubauen. Im Zentrum der Partnerschaft steht das produktive nachhaltige Zusammenwirken von Akteuren im Landkreis. Alle Bürgerinnen und Bürger des Saarpfalz-Kreises sind herzlich eingeladen, sich im „Rahmen der Partnerschaft für Demokratie“ einzubringen, Ideen zu äußern, sich fortzubilden und die Weiterentwicklung des Projektes konstruktiv und kritisch zu begleiten.


Was macht die Partnerschaft für Demokratie?

In der „Partnerschaft für Demokratie“ im Saarpfalz-Kreis im Rahmen des Bundesprogrammes
„Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend arbeiten Akteure aus Vereinen, Verbänden, Kirchen, Jugendzentren und weiteren zivilgesellschaftlichen Institutionen mit Akteuren der kommunalen Verwaltung zusammen.

Basierend auf Herausforderungen und Bedürfnissen vor Ort entwickeln die Akteure gemeinsam eine Strategie zum Umgang mit Extremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit, die regelmäßig re ektiert und weiterentwickelt wird.

Ziele

  • Förderung von zivilem Engagement  und demokratischem Verhalten
  • Einsatz für Vielfalt und Toleranz

 

 

Kinder und Politik - Die Anfänge demokratischer Bürgerschaft
Vortrag von Prof. Dr. Simone Abendschön

 

In ihrem Vortrag führt Prof. Dr. Simone Abendschön den Teilnehmern der Fachtagung zuerst einmal die Relevanz des Themas auf. Hierzu definiert sie den Begriff der politischen Sozialisation mit den verschiedenen Sozialisationsinstanzen der Familie, Schule, den Peers, den Medien etc. Nur mit gelungener politischer Sozialisation wird der Mensch ein informierter, engagierter, „mündiger“ und toleranter Bürger (Oesterreich 2002). Heute werden Kinder nicht mehr nur zukünftige Bürger gesehen, sondern auch als aktuelle, das bedeutet, dass Kinder auch mehr politisch und gesellschaftlich teilhaben sollen. Somit ist politische-demokratische Bildung Auftrag der Grundschule geworden. Im Saarland beispielsweise ist der Themenkomplex „Individuum, Gruppe und Gesellschaft im Sachunterricht Klasse 3/4 Kerncurriculum verankert.

Im weiteren Verlauf stellt Abendschön das Forschungs-Projekt „Demokratie leben lernen“ ausführlich vor. Ein sehr spannendes Projekt, welches im Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung (gefördert von der DFG) angesiedelt ist mit dem Ziel, Kenntnisse im Bereich der frühen politischen Sozialisation zu verbessern. Das Projekt läuft seit 2003 und wird 2009 enden. Es wird den Fragen nachgegangen, über welches politisches Verständnis, welche Werte und Normen Kinder in der Grundschule verfügen. Zeigen sich hier Unterschiede bezüglich des Geschlechts oder der Herkunft und welche Erklärungen gibt es dafür? Haben auf diese Unterschiede die verschiedenen Sozialisationskontexte Einfluss?

Erhoben werden die Daten mit qualitativen Interviews, Expertengesprächen, Fragebögen und Pretests. Die erste Erhebung findet im 1. Schuljahr statt (am Anfang und am Ende), eine weitere in der 4. Klasse.   Inhalte der Interviews sind beispielsweise gesellschaftliche Problembereiche (Umweltverschmutzung) oder Politik in Deutschland oder eben grundsätzliche soziale Einstellungen. Diese Fragen können dann lauten „Was macht denn der Bundeskanzler? Was hat er denn für Aufgaben?“, „Was heißt denn wählen?“ usw.

Ergebnisse der Interviews zeigen, dass die Kinder grundsätzlich über ein politisches (Vor-) Verständnis und Wissen verfügen, dass die Kinder nicht immer die korrekten Begriffe nennen konnten, dass die Kinder mit mehr Schulerfahrung auch mehr wissen.

Die Fragebögen werden kindgerecht erstellt, d.h. es wird mit Symbolen gearbeitet (Smileys etc.). Die Befragung finden im Klassenverband statt, jedes Kind füllt aber für sich aus.  Die Fragbögen im 4. Schuljahr sind dann bereits schriftlich und zum eigenständigen Ausfüllen. Lehrer und Eltern wurden nur einmal befragt.

Hier schon einmal eine knappe Zusammenfassung der Ergebnisse:

Viele der Kindheit verfügen zu Schulbeginn über grundlegende politische Kenntnisse und normative Orientierungen. Das politische Verständnis steigt mit Schulerfahrung. Die Gleichberechtigungsorientierung steigt zu Anfang, sinkt dann aber im weiteren Verlauf wieder. Einfluss auf die politischen Kenntnisse und normativen Orientierung nehmen in hohem Maße das Geschlecht, die Herkunft, das Wohnumfeld und die Tatsache, ob Kinder-Nachrichten geschaut bzw. gehört werden oder nicht.

Nach diesen Ergebnissen sollte daher eine altersgerechte politische Bildung spätestens bereits in der Grundschule einsetzen.

Weitere Infos auch unter http://www.mzes.uni-mannheim.de/d7/de/projects/demokratie-leben-lernen-dll.

Folien des Vortrages zum Downlowad.


Prof. Dr. Simone Abendschön ist Professorin für Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Methoden der Politikwissenschaft.

Endet hier der demokratische Sektor? - Potenziale und Hemnisse demokratischer Schulentwicklung
Vortrag von Fabian Müller

Fabian Müller zeigt in seinem Vortrag in einem ersten Schritt auf, was die Jugend von heute ist: pragmatisch, experimentierfreudig, engagiert, idealistisch, politisch interessiert usw. Dies geht ganz klar aus der 17. Shell Jugendstudie von 2015 hervor. Das Interesse an Politik ist seit 2002 von 30% auf 41% in 2015 gestiegen. Hieraus ergeben sich nun Fragen für die Gesellschaft. Hierzu stellt Müller die Bücher des „digital native“ Philipp Riederle „Wer wir sind und was wir wollen“ und „Wie wir arbeiten und was wir fordern“ vor. Weiter vergleicht er Wünsche und Vorstellungen der Jugendlichen mit dem heutigen Schulsystem. Wie lässt sich der Wunsch der Jugend nach Beteiligung und Selbstwirksamkeit mit dem Zwangscharakter, dem asymetrischen Verhältnis und den zementierten Strukturen vereinen? Und so stehen die vorwärtsgewandten Jugendlichen dem rückwärtsgewandten Schulsystem gegenüber. Das Schulsystem hat zudem Selektions- und Allokationsfunktion. An ausgewählten Beispielen, so beispielsweise aus Facebook-Posts von Jugendlichen, zeigt er, dass Jugendliche klar aussprechen, nicht wirklich auf das Leben vorbereitet zu werden. So kann man zwar eine Gedichtsanalyse schreiben, aber weiß nichts über Versicherungen oder Steuern...


Hieran schließt sich die Vorstellung von drei Demokratieformen und deren Auffassung von Demokratie an. Hat die Demokratie als Herrschaftsform die Auffassung beispielsweise von allgemeinen, freien und geheimen Wahlen oder einer unabhängigen Justiz, so hat die Demokratie als Gesellschaftsform die Auffassung einer friedlichen Konfliktregelung oder der Vielfalt der Medien. Die dritte Demokratieform ist die der Lebensform. Sie hat die Auffassung der Selbständigkeit und Selbstverantwortung, der Gleichberechtigung, der Toleranz und Anerkennung usw. (Quelle: www.schulische-gewaltpraevention.de/gewaltpraevention%20sekundarstufe/images3/demokratie3.jpg.)
Wie kann man dies nun in der Schule umsetzen? Beispiele sind etwa der Klassenrat, demokratisches Handeln oder Modellschulen. Müller führt hierzu aktuelle Hemmnisse seitens der Schulen auf. So liegt der Fokus der Schule auf Fachunterricht sowie auf der Demokratie als Herrschaftsform. Demokratie ist aber auch Gesellschaftsform und Lebensform. Man soll nicht nur Demokratie lernen, sondern auch leben. Hinzu kommt, dass es keine konkrete rechtliche und curriculare Verankerung gibt. Um an dieser Stelle nur einige Beispiele zu nennen. Zudem fehlt es im Schulbetrieb meist an Zeit- und Personalressourcen zur Umsetzung und auch  die erprobten Modelle werden nicht in der Fläche weiterverbreitet. So müsste es eine Gesamtstrategie geben bzw. verschiedene „Segmente“ zu einer Gesamtstrategie in der Schulkultur verzahnt werden. Hierzu gehören: Fortbildungen, Projekte/Wettbewerbe, Kooperationen, SV/Parlament/Beteiligung/, Inklusion, Feedback-Kultur etc.

Am Ende seines spannenden Vortrages stellt Müller die aktuellen Entwicklungen im Saarland vor. So wird das Förderprogramm „Demokratisch Handeln – Ein Förderprogramm für Jugend und Schule“ regional betreut durch das Adolf-Bender-Zentrum im Auftrag der Landeszentrale für politische Bildung Saarland.

Demokratisch Handeln - Ein Wettbewerb für Jugend und Schule
Der Wettbewerb Demokratisch Handeln wird seit 1990 für alle allgemeinbildenden Schulen in Deutschland ausgeschrieben. Mit der Aufforderung "Gesagt! Getan: Gesucht werden Beispiele für Demokratie. In der Schule und darüber hinaus" sollen schulische Gruppen angesprochen, insbesondere aber Schülerinnen und Schüler zum Mitmachen gewonnen werden. Ideeller Partner des Wettbewerbs ist die Theodor-Heuss-Stiftung e. V.. Der Förderverein Demokratisch Handeln e.V. ist Träger des Wettbewerbs.

Teilnehmen können Kinder und Jugendliche alleine, in Gruppen oder zusammen mit Lehrenden aller Schularten und Schulstufen, auch mit Eltern und mit Jugendarbeitern. Es interessieren Themen und Projekte aus dem Alltag von Schule und Jugendarbeit, insbesondere solche, die eine eigenverantwortliche Tätigkeit ermöglichen.

Mittelfristige Ziele des Förderprogramms sind dabei die Unterstützung durch Beratung (Ansprechpartner vor Ort etc.), Vernetzung (Fortbildung, Fachaustausch etc.) sowie Öffentlichkeitsarbeit (Infostände, Werbematerial etc.). Fördergebiete sind der Landkreis Neunkirchen, die Stadt Saarbrücken, der Regionalverband Saarbrücken, die Stadt Homburg und der Saar-Pfalz-Kreis.
Nähere Infos hierzu unter http://www.demokratisch-handeln.de/

Folien zum Downlaod.


Fabian Müller ist Politikwissenschaftler, Germanist, Bildungswissenschaftler (M.Ed.,B.A.). Er ist seit Februar 2017 beim Adolf-Bender-Zentrum  für Projektkoordinierung, Jugendpartizipation und Politische Bildung zuständig.

Video-Clip mit O-Tönen von Jugendlichen
zum Vortrag von Theo Koch JUZ-United "Weit mehr als nur Abhängen - Selbstverwaltete Jugendtreffs als Lernort der Demokratie

Wie selbstverwaltete Jugendtreffs Räume für Jugendliche geben, wie dort Teilhabe und Demokratie praktisch gelebt wird,  wie sie ihren Ort beleben: das gibt es hier im Videoclip von juz-united mit O-Tönen von Jugendlichen.

Weit mehr als nur Abhängen - Selberverwaltete Jugendtreffs als Lernort der Demokratie
Vortrag von Theo Koch (JUZ-United e.V.)

Hier geht es zu den Folien des Vortrages zum Download


Theo Koch ist Geschäftsführer von JUZ-United e.V., den selbstverwalteten Jugendzentren im Saarland.

Aufstehen und Flagge zeigen!? - Politische Partizipation und politische Aktion als Aufgabe der politischen Bildung
Vortrag von Bendikt Widmaier (Haus am Maiberg, Heppenheim)

Benedikt Widmaier geht in seinem Vortrag zu Beginn auf ein Zitat aus der Eröffnungsrede von Bundesministerin Katarina Barley vom 08.09.2017 ein, in dem klar hervorgehoben wird, dass bürgerliches Engagement unverzichtbar für unsere Demokratie ist. Nach Theodor Heuss ist „Demokratie keine Grundversicherung, sondern das Ergebnis politischer Bildung und demokratischer Gesinnung.“ Ein spannender Vortrag.

Widmaier geht im weiteren Verlauf auf verschiedene Studien ein. Das nachlassende Interesse an der Politik, was klar aus den Zahlen der Wahlbeteiligung seit 1945 hervorgeht, ist Thema. Seit den 1970ern ist diese über 10% in den 2000ern gesunken.

Der Studierendensurvey aus dem Jahr 2014 ist der Frage nach der Relevanz von Politik und öffentlichem Leben nachgegangen. Hier zeigt sich, dass in den Jahren von 1993 bis 2013, statt 32% nur noch 24% Politik als sehr wichtig ansehen.  Aber steigt das politische Interesse nicht wieder? Ein Vergleich seit 2002 zeigt, dass das Interesse an Politik bei Jugendlichen bis 2015 um 11% gestiegen ist. Das Interesse an Politik ist in einem Vergleich allerdings von 2002 bis 2015 von 30% auf 41% gestiegen ist (Jugend-Shell-Studie 2015). Interessiert sich die Jugend wieder mehr für Politik? Auch die Engagementquote in Deutschland stellt Widmaier anhand verschiedener Studien vor.

Nach diesem kurzen Einblick in unterschiedliche Studien geht er unter anderem auf die Begriffsverwirrungen ein: Engagement, politische Partizipation. Widmaier wirft due Frage auf, woher die Engagemntdebatte in der Politik kommt. Dahinter steht eine Theorie. Die Theorie des "Sozialen Kapital"  auf das „Soziale Kapital“ von Robert Putnam ein. Hier wird herausgestellt, dass im Verein aktiv tätige Menschen nicht nur einen größeren Freundeskreis besitzen, sondern auch mit ihrer Umwelt zufriedener sind. Im Verein selbst ergeben sich demokratische Effekte insofern, dass die Mitglieder Toleranz erlernen und sich konstruktiv mit kontroversen Meinungen auseinandersetzen und somit auch Übung im politischen Diskurs erlenen.

Nach der Vorstellung des Bundesprogrammes „Demokratie leben!“ (nähere Infos auch unter https://www.demokratie-leben.de/) geht er der Frage nach, was überhaupt Demokratieförderung ist. Nach der Strategie der Bundesregierung zur Extremismusprävention und Demokratieförderung (2016, S. 11) versteht man unter Demokratieförderung „Angebote, Strukturen und Verfahren, die demokratisches Denken und Handeln stärken, eine demokratische politische Kultur auf Grundlage der wertgebundenen Verfassung fördern und entsprechende Bildungsprozesse und Formen des Engagements anregen.“ Hierzu gehören verschiedene Maßnahmen, welche die demokratieförderlichen Strukturen und Rahmenbedingungen aufrechterhalten. Der Demokratieschutz leistet hier einen wichtigen Beitrag, wobei hier die politische Bildung eine zentrale Rolle spielt, denn sie vermittelt das Grundgerüst der Demokratie. Doch was sind die Aufgaben und Ziele der politischen Bildung? Widmaier nennt hier drei Begriffe: Sehen, Urteilen, Handeln! Politisches Wissen muss vermittelt werden, die politische Urteilsfähigkeit verbessert werden und die Menschen zu politischem Handeln befähigt und motiviert werden. Hierzu bedarf es PädagogInnen, die sich unter anderem immer wieder über den Begriff des „Politischen“ verständigen müssen. Zentral dabei: „Nur wer politisch denkt bzw. ist, kann politisch bilden“.

In seinem Fazit zieht Widmaier für die Jugendarbeit wichtige Schlüsse: Demokratische Sozialisation ist eine gute Voraussetzung, aber kein absoluter Garant für künftiges politisches Handeln. Und ohne pädagogische Begleitung und Bereitstellung von Ressourcen wird Jugendpartizipation nicht funktionieren.     

Eine ausführliche Berichterstattung folgt in Kürze.

Folien zum Download.


Bendikt Widmaier ist Direktor der Akademie "Haus am Maiberg". Das Haus am Meiberg ist eine Akademie für politische und soziale Bildung, getragen von der Diözese Mainz.

Bildergalerie zur Fachtagung "Lernorte der Demokratie"

 

 

Jugendarbeit lebt Demokratie

Digitale Dokumentation der Fachtagung vom 16.6.2016

Hier gehts zum Flyer mit dem Programm.

Nachfolgend könnt ihr findet ihr Kurzfassungen der Vorträge, einen Video-Clip von juz-united sowie den Videoclip zur Veranstaltung.

Video-Clip mit O-Tönen von Jugendlichen

Wie selbstverwaltete Jugendtreffs Räume für Jugendliche geben, wie dort Teilhabe und Demokratie praktisch gelebt wird,  wie sie ihren Ort beleben: das gibt es hier im Videoclip von juz-united mit O-Tönen von Jugendlichen.

Wie ticken Jugendliche 2016 – Lebenswelten von Jugendlichen in Deutschland im Alter von 14 bis 17 Jahren
Vortrag von Maria Nesselrath

Der sehr informative Vortrag von Maria Nesselrath von der Sinus-Akademie über die SINUS-Jugend-Studie 2016 war sehr erfrischend und spannend dargeboten und brachte einen tiefen Einblick in die verschiedenen Sinus-Milieus. Neben den sieben Lebenswelten lag der Fokus ihrer Darbietung darauf, welche Rückschlüsse die Ergebnisse der Studie für die Kinder- und Jugendarbeit zulassen. Hier findet ihr die Zusammenfassung ihres Vortrages sowie Links zur Sinus-Jugendstudie 2016.


Maria Nesselrath: Dipl. Sozialpädagogin, Supervisorin DGSv. Langjährige Fortbildnerin in der Akademie der Jugendarbeit in Badem-Württemberg und Referentin für die Sinus-Akademie.

Stärke und Potenziale der Jugendarbeit als Feld demokratisch-gesellschaftlichem Engagements von Jugendlichen
Vortrag von Professor Dr. Benedikt Sturzenhecker

Professor Dr. Benedikt Sturzenhecker ging in seinem Vortrag "Stärke und Potenziale der Jugendarbeit als Feld demokratisch-gesellschaftlichem Engagements von Jugendlichen" unter anderem der Frage nach, wie die Kinder- und Jugendarbeit ihrer Aufgabe nachkommen kann, Wege zur Selbstbildung und Demokratiebildung zu eröffnen. Anhand verschiedener Beispiele zeigte er auf, in welchen Bereichen Kinder und Jugendliche diese Erfahrungen der Selbstbestimmung und Demokratiebildung nicht machen können, und stellte damit letztlich die Potenziale der Kinder- und Jugendarbeit in den Vordergrund. Dabei ging er aber auch auf problematische Trends in der Jugendarbeit ein. Ein spannender Vortrag belebt mit einem realen Beispiel aus der Kinder- und Jugendarbeit.

Hier findet ihr eine Zusammenfassung seines Vortrages und Literaturempfehlungen.  


Dr. phil., Dipl.-Päd. Ist Professor für Sozialpädagogik/Außerschulische Bildung an der Universität Hamburg. Arbeitsschwerpunkte: Offene Kinder- und Jugendarbeit, Jugendverbandsarbeit, Demokratiebildung in Jugendarbeit und Kindertageseinrichtungen.

Themeninseln

Mit einem Klick auf die Themen erhaltet ihr mehr Infos zu den Themeninseln.

Themeninsel 1 - Jugendarbeit als Gestaltungsfaktor im ländlichen Raum (juz-united) - PDF

Themeninsel 2 - Teilhaben im Jugendverband (Landesjugendring Saar) - PDF

Themeninsel 3 - Demokratieinteressen von Jugendlichen wahrnehmen und anregen: wie geht das?  (Jugendamt Regionalverband) - PDF

Themeninsel 4 - Kulturelle Vilefalt in der Jugendarbeit gestalten (Landesjugendring Saar) - PDF

Videoclip zur Fachtagung "Jugendarbeit lebt Demokratie"

Der Videoclip zur Fachtagung "Jugendarbeit lebt Demokratie" ist online. Hört rein! Unter anderem mit Ausschnitten aus den spannenden Vorträgen von Maria Nesselrath "Wie ticken Jugendliche 2016 – Lebenswelten von Jugendlichen in Deutschland im Alter von 14 bis 17 Jahren" und Prof. Dr. Benedikt Sturzenhecker "Stärke und Potenziale der JUgendarbeit als Feld demokratisch-gesellschaftlichem Engagement von Jugendlichen".

Hier könnt ihr euch den Film auch auf YouTube anschauen.