Die Welt der Medien

Die Welt der Medien....

Smartphone

 

Hier erhaltet ihr keinen geschichtlichen Überblick über die Entwicklung des Smartphones. Vielmehr wollen wir euch an dieser Stelle ein paar nützliche Tipps zu eurem „Alleskönner“ geben.

Vielleicht habt ihr euch bereits gefragt, ob es etwas zu beachten gibt, wenn man eine App herunterlädt oder ob das Smartphone sicherer vor Viren und Hackern gemacht werden kann. Ja, das geht. Auf diese und weitere Fragen findet ihr hier Antworten. Links zu interessanten Portalen zum Thema Smartphone findet ihr hier ebenso.

Na? Kennt ihr das auch? An der Haltestelle oder im Auto kurz vor der Schule/der Uni/der Arbeit bemerkt ihr, dass das Smartphone nicht in der Tasche ist. Ein kurzer Check gibt Gewissheit: Smartphone vergessen! Und was nun? Reicht die Zeit noch wieder nach Hause zu rennen/fahren und es zu holen? Nein? Nervös? Ja, so ist es uns allen schon mal gegangen. Aber warum ist das eigentlich so schlimm? Warum haben wir das Gefühl, ein Tag ohne Smartphone nicht „überleben“ zu können?

Na weil da alles drauf ist: Kontakte, Musik, Fotos, Kalender, Navi, Taschenlampe, Taschenrechner, Videos, Spiele für zwischendurch und natürlich alle Gespräche in Form von Chats in Messengern oder Social Communities. Und das ist natürlich das Wichtigste, denn man könnte ja eine wichtige Nachricht verpassen… Ob WhatsApp, Instagram, Snapchat oder Facebook – man ist immer aktuell, voll informiert und live dabei. Und ganz ehrlich, wir alle bleiben nicht von der Panik verschont – egal welchen Alters – wenn der Hosentaschen-Alleskönner zuhause liegt… Und wenn ihr das jetzt gelesen habt, ist euch auch bestimmt aufgefallen, dass ihr ganz schön viel Privates auf dem Smartphone habt: eben eure Kontakte, eure Chatverläufe, Bilder, Videos etc. Daher ist es wichtig, dass man diese Daten vor anderen schützt. Und deshalb haben wir euch ein paar nützliche Tipps zum Schutz eurer Daten zusammengestellt.

Und wenn euch das noch nicht reicht und ihr noch alles über Apps, Datensammler, Rechte im Netz und Social Communities erfahren wollt, dann schaut mal bei datenparty.de rein.

Bildschirmsperre

Ihr habt bei der Bildschirmsperre nun verschiedene Möglichkeiten. Ihr könnt eine Mustersperre, eine Pin oder ein Passwort eingeben. Bei der Mustersperre habt ihr den Nachteil, dass man das Muster oft auf dem Display erkennen kann: Ihr hinterlasst Fettflecken, und so kann jemand anderes das Muster nachziehen. Am sichersten ist eine lange Pin aus verschiedenen Zahlen. Viele Smartphones geben euch die Möglichkeit eine Sperre per Gesichtserkennung einzubauen, aber mithilfe eines Fotos kann diese auch leicht ausgetrickst werden.

Schutz vor Schadsoftware

Schützt euer Smartphone auf jeden Fall mit einem Virenscanner. Hier ein Tipp für eine kostenlose App, die vor Schadenprogrammen schützt:  "CM Antivirus Applock" - vom AV-Test als Nr. 1 bestätigt. Genauere Infos findet ihr hier 

WLAN und Hotspot

Bei öffentlichen WLANs solltet ihr in der Regel vorsichtig sein, denn sie sind ungesichert. Das bedeutet, dass nun Hacker eure Daten abzufangen können, insbesondere bei Diensten, die die Anmeldedaten unverschlüsselt übertragen. Um zu vermeiden, dass ihr ungewollt oder automatisch in ein unverschlüsseltes WLAN eingewählt werdet, schaltet euer WLAN aus, wenn ihr es nicht braucht. Das passwortgeschützte WLAN zu Hause ist natürlich sicher.

Mit eurem Smartphone könnt ihr in der Öffentlichkeit an vielen Orten wie in Cafés, Bahnhöfen etc. auf Hotspots zugreifen. Auf diese Internetzugriffspunkte können dann aber auch alle anderen zugreifen. Wenn ihr auf solche Hotspots zugreift, achtet darauf, dass der Datenverkehr verschlüsselt ist und verschickt keine persönlichen Nachrichten.

Bluetooth

Auch bei der Verwendung von Bluetooth solltest du einiges beachten. Schaltet es nur ein, wenn ihr es auch benötigt. Und dann stellt euer Smartphone auf "unsichtbar" (gerade an öffentlichen Plätzen), so wird es schwerer, euer Smartphone zu orten. Und natürlich, verbindet euch nur mit Freunden und Nummern bzw. Namen, die bekannt sind.

Generell ist Bluetooth eine nützliche Funktechnik, durch die es möglich ist, über kurze Strecken Fotos und andere Daten auf andere Geräte zu übertragen oder um z. B. ein kabelloses Headset oder eine Mouse zu verwenden. Die Gefahr lauert an der Schnittstelle Bluetooth.  Hier können Hacker wieder persönliche Daten von dir ausspionieren oder sogar verändern. Sie können euch auch Viren zuschicken und über euer Smartphone Nachrichten verschicken usw. Weiterführende Infos findet ihr hier.

GPS und Standortdienste

GPS bedeutet Global Positioning System, auf Deutsch "globales Positionsbestimmungssystem", also ein Ortungssystem. Verfügt euer Smartphone  über ein GPS, dann steht es in ständigen Kontakt mit mehreren Satelliten, wodurch die Ortung deines Smartphones bzw. deines Standpunktes sehr genau möglich ist. 

Jetzt ist es aber so, dass manche Apps auch Zugriff auf euren Standort haben wollen, obwohl sie gar keine Navigations-Apps sind. Warum brauchen Apps wie Angry Birds Zugriff auf euren aktuellen Standort? Die Firmen können so ein Bewegungsprofil von euch erstellen:  Denn euer Standort gibt Rückschluss auf eure Adresse, auf die Adresse eurer Schule, auf die Adresse eures Freizeittreffs usw. Diese ganzen Infos können nun an den App-Hersteller weitergegeben werden, ohne dass ihr etwas davon bemerkt. Und was sie mit den Informationen machen, könnt ihr hier nachlesen.

Deshalb haben wir hier den Tipp für euch, GPS und andere Ortungsdienste doch einfach abzuschalten, wenn ihr es nicht benötigt.

Radio

Zur Zeit gibt es im Saarland acht Radiosender im UKW-Frequenzbereich, davon kommt die Hälfte - SR1, SR2, SR3 und 103.7 Unser Ding - vom Saarländischen Rundfunk, also einem öffentlich-rechtlichen Anbieter. Die andere Hälfte bestreiten Privatsender, nämlich Radio Salü (inklusive der Tochter Classic Rock Radio), BigFM und das Saarbrücker Lokalradio Radio Saarbrücken 99.6. 

Die Unterschiede zwischen öffentlich-rechtlichem Rundfunk und dem Privatfunk sind zunächst daran zu erkennen, dass jeder, der ein Radio (oder Fernsehgerät) besitzt, GEZ-Gebühren für die "Öffis" zahlen muss, während die Privatsender ihre Kosten allein über Werbeeinnahmen decken. Der Rundfunkrat - ein Gremium aus allen gesellschaftlichen Gruppen des Landes - sorgt dafür, dass eine unabhängige Kontrolle der Öffis gewährleistet wird, denn er wählt den Intendanten (und kann ihn auch wieder abwählen), entscheidet über den Haushalt und kann auch in die Programmgestaltung eingreifen. Der Saarländische Rundfunk ist zusammen mit den anderen deutschen Anstalten des öffentlichen Rechts in der "Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten Deutschlands", der ARD, zusammengefasst.

Seit 1985 gibt es in Deutschland Privatradios. Am 31.12.1997 ist mit Radio Salü der erste saarländische Privatsender on air gegangen. BigFM kam am 5.9.2005 dazu, Classic Rock Radio, die zunächst nur in St. Ingbert sendeten, sind saarlandweit seit Mitte 2007 zu hören, ebenso wie Radio Saarbrücken 99.6. Die Existenzgrundlage sind die Werbeeinnahmen, was bedeutet, dass die Sender gewinnorientiert arbeiten müssen. Meist sind auch große Zeitungs- und Zeitschriftenverlage an Radiosendern beteiligt - hier ist zum Beispiel die Holtzbrinck-Gruppe, die auch die Saarbrücker Zeitung herausgibt, bei BigFM beteiligt. Eine andere Möglichkeit, Kosten zu sparen und dadurch gewinnmaximierend zu arbeiten, ist es, wenn sich mehrere Privatsender zu einer Gruppe zusammenfinden. Diese haben dann eine zentrale Marketingabteilung und bewerkstelligen auch sonstige Aufgaben gemeinsam. So ist Radio Saarbrücken 99.6 ein Teil der "The Radio Group", deren Marketing aus Kaiserslautern kommt und die von dort für alle Sender der Gruppe arbeitet.

Unterschiedliche Sender haben unterschiedliche Zielgruppen. Das wird direkt deutlich, wenn man das Programm von Classic Rock Radio mit SR3 vergleicht. Die einen versuchen mit der Musikauswahl des Classic Rock, also der Rockmusik seit den 60er Jahren, bei den Hörern zu punkten - die anderen mit der Zielsetzung, das Saarland in all seinen Details und Neuigkeiten zu beleuchten. Es handelt sich also um Zielgruppenprogramme. Auch alle anderen Sender bauen ihr Programm so auf, dass sie ihrer Zielgruppe am besten gefallen. So versuchen sich BigFM und 103.7 Unser Ding hauptsächlich durch jugendliche Themen von anderen Sendern zu unterscheiden und Radio 99.6 Saarbrücken konzentriert sich mit der Themenauswahl auf die Landeshauptstadt. Radio Salü und SR1 kann man als Mainstream-Radios bezeichnen: Sie versuchen, möglichst viele Hörer aller Schichten (egal welchen Alters, Bildung, Geschlecht etc...) anzusprechen.

Die bisher genannten Sender sind Begleitprogramme: Programme die man bequem im Hintergrund laufen lassen kann, während man aktiv etwas anderes macht, zum Beispiel Hausaufgaben oder Autofahren. SR2 als ausgewiesenes Kulturradio unterscheidet sich nicht nur in der Themenauswahl von den anderen Sendern, sondern auch in der Programmart. Hierbei handelt es sich nämlich um ein Einschaltprogramm, also einen Sender, den die Hörer wegen der Themen aktiv einschalten und dessen Sendungen anspruchsvoller gestaltet sind als die der Begleitprogramme. Wenn sich ein Sender dafür entscheidet, nur eine bestimmte Musikrichtung zu spielen, nennt man ihn Spartensender. Im Saarland wäre das zum Beispiel Classic Rock Radio.

Programmchef: Derjenige, der alles zu verantworten hat: Programmformat, Personal, PR, Technik etc... Im Privatfunk ist er auch für die Wirtschaftlichkeit eines Senders verantwortlich.

Chef vom Dienst: Der Stellvertreter des Programmchefs im täglichen Programm. Er plant das aktuelle Programm, koordiniert die verschiedenen Bereiche des Senders, ist Ansprechpartner für Hörer oder Korrespondenten, betreut auch Praktikanten oder Volontäre.


Nachrichtenredakteur: Er wählt die Nachrichten aus den eingehenden Agenturmeldungen aus und bereitet sie für die Präsentation auf. Meist präsentiert er sie auch selbst am Mikro und braucht daher auch eine radiotaugliche Stimme. Er muss teilweise auch O-Töne aufbereiten indem er sie aufzeichnet und schneidet. Da er verantwortlich ist für die Richtigkeit der Nachrichten, darf er nicht nur blind den Nachrichtenagenturen vertrauen, sondern muss auch die Informationen prüfen. Lokal- und Regionalnachrichten müssen von den Redakteuren meist selbst beschafft werden, das heißt sie telefonieren die entsprechenden Stellen ab, besuchen Pressekonferenzen und interviewen Gesprächspartner.


Moderator: Derjenige, der das Programm an die Hörer bringt. Ein sehr wichtiger Job, denn ein Programm kann noch so gut vorbereitet sein, wenn es schlecht rüber gebracht wird, wird es nicht ankommen. Zur richtigen Zeit das richtige Wort und hin und wieder auch mal nichts sagen, das ist die Arbeit des Moderators.


Redakteur: Er plant Sendungen und Beiträge. Bei großen Sendern haben Redakteure ein oder mehrere Fachgebiete, meist ist ihre Aufgabe aber fachgebietsunabhängig. Sie planen und betreuen "ihre" Sendung, sie schreiben die Moderationen für "ihre" Moderatoren und bereiten auch die Hörer vor, die on air mit dem Moderator sprechen sollen. Sie arbeiten meist im Hintergrund, sind aber immens wichtig für den reibungslosen Ablauf einer Sendung.


Reporter: Der Radiojob schlechthin. Während die Redakteure vom Schreibtisch aus planen, gehen die Reporter mit dem Aufnahmegerät nach draußen. Sie erleben Situationen hautnah und setzen sie dann für die Radiopräsentation um. Sie machen Umfragen auf der Straße, Live-Schalten von wichtigen Ereignissen (z.B. aus dem Stadion oder von Unfällen) und besuchen Pressekonferenzen. Reporter sind Profis in Sachen Aufnahme und am Schnittplatz.


Korrespondent: Sie arbeiten entweder im ARD Korrespodenten-Netzwerk, das sich über die ganze Welt erstreckt, oder für Agenturen in den jeweiligen Ländern. Korrespondenten haben Erfahrungen als Redakteure gesammelt und beherrschen die Sprache ihres Einsatzortes. Sie sind Ansprechpartner, falls sich in der Welt unvorhergesehene Ereignisse abspielen (Flutkatastrophen, Erdbeben) oder für sportliche Großereignisse wie die Fußball-WM.

Musik-Redakteur: Der Verantwortliche für die Musik des Senders. Da sich die meisten Sender über ihr Musikprogramm profilieren, ist der Musik-Redakteur einer der wichtigsten Jobs beim Sender. Er muss den Musikgeschmack der Hörer treffen, neue Musik entdecken und auch mal vor allen anderen Sendern einen Sänger ins Programm nehmen. Er stellt die Musik für seinen Sender mit Computerprogrammen zusammen, sorgt für eine gute Rotation der Titel und unterstützt die Redakteure anderer Fachgebiete mit seinem Wissen über die Musik und Musiker.


Online-Redakteur: Er kümmert sich um den Auftritt des Senders im Web. Websites aktuell halten, Grafiken oder Banner einfügen, Newsletter verwalten und alles andere rund um die Homepage gehört zu seinen Aufgaben. Auch hier ist die Zusammenarbeit mit den anderen Redakteuren gefragt, damit zur aktuellen Sendung auch die passenden Infos online zu finden sind.


Producer: Produzieren heißt im Radio, einen gesprochenen Text in ein radiotaugliches Ganzes zu verwandeln, also mit Tönen, Musik, Geräuschen zu verfeinern. Producer haben genau diese Aufgabe. Sie produzieren Jingles, die die Sendungen oder die Nachrichten ansagen. Sie sind auch für die Verpackungen von Sendungen verantwortlich, also die Ansagen von Moderatoren, Sendungen, speziellen Shows etc...  Producer sind Spezialisten für die Studiotechnik und sollten ein gutes Gespür dafür haben, was im Radio gut klingt.


Sendeassistenz: In vielen Sendern die beste Möglichkeit in den Redaktionsalltag einzusteigen. Die Sendeassis müssen eigentlich alles können: Anrufe managen, Besucher betreuen, Post verteilen, recherchieren, auch mal Kaffee kochen und kopieren. Hier sind Allrounder gefragt.


Marketing, PR-Abteilung: Vor allem bei den Privatsendern sind Marketingstrategen gefragt, um Geld zu beschaffen. Sie verkaufen Werbezeiten - je mehr Hörer ein Sender hat, desto teurer können sie sein. Marketing muss also Hand in Hand gehen mit der Programmplanung, denn verschiedene Hörerschaften sind Kunden für verschiedene Produkthersteller. Die PR-Abteilung muss den Sender bekannt machen. Das geht am besten mit gut geplanten Aktionen oder Kampagnen, Live-Sendungen von öffentlichen Plätzen, Präsentationen von Festivals und Konzerten. Damit einher gehen oft auch Gewinnspiele, mit denen die Hörer an den Sender gebunden werden sollen.

Wie jeder Fachbereich hat auch das Radio einen Fachjargon entwickelt. Damit werden spezielle Begriffe oder auch Abkürzungen bezeichnet, die größtenteils nur in der Radiowelt vorkommen. Für Neulinge ist es oft schwer, sich in den Unterhaltungen mit alten Hasen zurecht zu finden. Deshalb haben wir hier einige wichtige Begriffe erklärt, über die ihr als Radio-Einsteiger stolpern könntet.


Aircheck: der Mitschnitt eines Programms; dient auch der Kontrolle einer Moderation, eines gesprochenen Beitrags durch Vorgesetzte oder Sprechtrainer.
Atmo: kurz für Atmosphäre, also die Hintergrundgeräusche einer Reportage oder eines Beitrags.
Backselling: die Wiederholung eines Takes aus dem Programm. Zum Beispiel mit dem Hinweis: "Das lief heute morgen im Programm"
Call-in: eine Aktion, bei der die Hörer anrufen und mit dem Moderator on-air sprechen
CvD: Chef vom Dienst
Hook: eine kurze, prägnante Stelle eines Liedes, an der man den Titel direkt erkennt
Jingle: Ansage des Senders, des Moderators, oder der Sendung durch die Station-Voice
Korri: kurz für Korrespondent
Mitschnitt: die Aufzeichung einer Sendung
O-Ton: Original-Ton, also das, was ein Star/Politiker/Bürger gesagt hat
PK: Pressekonferenz
PR: Public Relations. Die Öffentlichkeitsarbeit ist damit gemeint, also wie gut sich ein Sender nach außen hin darstellt
Rotation: die Häufigkeit, mit der ein Titel im Programm auftaucht. Ein Begriff aus der Musikplanung.
Station Voice: die Stimme des Senders. Meist ein externer Sprecher, kann aber auch einer der Moderatoren sein. Zumeist sehr prägnante Stimme, mit der die Hörer ihren Sender identifizieren können.

Weitere Infos:

Walther von La Roche, Horst Buchholz: Radiojournalismus - Ein Handbuch für Ausbildung und Praxis im Hörfunk.

Links:

www.sr-online.de   
www.salue.de
www.classicrock-radio.de
www.radio-sb.de
www.bigfm-saarland.de

103.8 Unser Ding

Bücher

Der Begriff "Buch" leitet sich aus dem Wort "Buche" ab und wird aufgrund der in Buchenblöcke eingeritzten Buchstaben verwendet, die früher beim Buchdruck verwendet wurden. Heute gibt es verschiedene Arten von Büchern: klassische gedruckte Bücher, Hörbücher oder aber auch E-Books. 

Der Buchdruck

Gedruckt wurde schon lange vor Johannes Gutenberg, per Holzdruck. Aber die technischen Möglichkeiten und das Material machten es unmöglich damit größere Auflagen zu drucken und das Verfahren war außerdem langwierig und aufwendig. Johannes Gensfleisch, vielmehr bekannt als Johannes Gutenberg, machte dann eine Entdeckung: Im Jahr 1450 erfand Johannes Gutenberg den Buchdruck mit auswechselbaren Lettern und revolutionierte dadurch das Buchdruckwesen, deren Kern die Zerlegung der Texte in seine einzelnen Bestandteile ausmachte. Diese einzelnen Elemente wurden als seitenverkehrte Buchstaben in wunschgemäßer Menge gegossen und schließlich zu Wörtern, Zeilen und Seiten zusammengesetzt. Und so entstand das gedruckte Buch, das zu dieser Zeit als Inkunabel oder Wiegendruck bezeichnet wurde.

Heute werden die Bücher überwiegend im Offsetverfahren bedruckt, bei dem Druckplatten produziert werden. Eine weitere Buchdruck-Variante ist der digitale Druck, der komplett auf die Herstellung von Druckvorlagen verzichtet.

Interessante Facts

  • Das teuerste Buch der Welt trägt den Titel "Die Aufgabe" und wurde vom Autor Tomas    Alexander Hartmann verfasst. Bei bescheidenen 13 Seiten ist es mit 153 Millionen Euro verzeichnet und beantwortet die drei letzten großen Fragen der Menschheit: Wo kommen wir her, wo gehen wir hin und welche eigentliche Aufgabe steht uns noch bevor?
  • Der Durchschnittsdeutsche liest pro Woche vier Stunden und 21 Minuten. Eine Stunde und fünfzig Minuten verbringt er dabei mit der Zeitung, 22 Minuten mit einer Zeitschrift und fünfzig Minuten mit einem Buch.
  • Im Jahr 2004 brachte der Autohersteller Mazda einen Bildband mit dem Wohl größten Format der Welt heraus: 3,07 m x 3,42 m.
  • Das kleinste Buch der Welt stammt aus dem Leipziger Verlag Faber & Faber. Mit 2,4 auf 2,9 Millimeter ist es gerade mal so groß wie ein Streichholzkopf.

Zu einer der umfangreichsten und beliebtesten Bibliotheken des Saarlandes zählt wohl die Universitäts- und Landesbibliothek Saarbrückens, die seit 1950 in der schönen Landeshauptstadt zu finden ist.

Diese besitzt insgesamt 1,67 Millionen Medieneinheiten, die im Hauptgebäude sowie in der Medizinischen Zweigbibliothek in Homburg untergebracht sind.

Das besondere Schmuckstück der Universitäts- und Landesbibliothek ist jedoch die umfangreiche Sammlung saarländischer Autoren, wie Alfred Gulden, Johannes Kischweng usw.

Neben der Universitätsbibliothek zählt die Stadtbibliothek Saarbrücken zu den größten Bibliotheken im Saarland und besitzt mehrere Abteilungen, die jeden Lesebegeisterten zufrieden stellt. So findet man eine Erwachsenenabteilung mit Romane und Fachbüchern, eine Kinder- und Jugendabteilung sowie eine Landeskundliche Abteilung, wo der Saarländer unter anderem die Möglichkeit hat, seinen Stammbaum zu durchforsten. 178.000 Medien schmücken die Stadtbibliothek, 2200 davon werden pro Tag entliehen.

Ebenfalls gibt es einen so genannten Bücherbus, die ausschließlich der Leseförderung an Grundschulen dient. In regelmäßigen Abständen düst dieser zu 18 verschiedenen Grundschulen des Saarlandes und versorgt die Schulen mit reichlich Lesestoff.

Zeitschriften und Zeitung

Zeitschriften sind Printmedien, die in regelmäßigen Abständen erscheinen
- Zeitungen erscheinen sogar meistens täglich.

Die Zeitschrift

Den Begriff "Zeitschrift" verwendet man schon seit über 250 Jahren. Der Vorläufer war das einfache Flugblatt, mit dem die damaligen Menschen ihren Ärger zum Ausdruck brachten. 1665 erschien die erste populäre Zeitschrift in Paris, die den Namen "Journal de Scavans" trug.

Dabei unterscheidet man entweder zwischen Publikums- oder Fachzeitschriften, aber auch Kunden- und Mitgliedszeitschriften. Die Publikumszeitschrift dient hauptsächlich der Unterhaltung des Lesers und kann in jedem handelsüblichen Kiosk erworben werden. Der Begriff "Publikumszeitschrift" ist also ein Sammelbegriff für verschiedene Zeitschriften. Die wichtigsten Kategorien einer Publikumszeitschrift sind Mode, Frauen, Lifestyle, Automobil, Sport, Computer, Reisen, Politik und Zeitgeschehen sowie Humor.

Publikumszeitschriften werden nochmals unterteilt in General-Interest- und Special-Interest-Zeitschriften, die sich in ihrer Funktion unterscheiden. So dienen General-Interest-Zeitschriften als Informationsträger, während Special-Interest-Zeitschriften ein bestimmtes Interessengebiet verfolgen und eine konkrete Thematik behandeln.
Unter Gemeral-Interest-Zeitschriften versteht man zum Beispiel Illustrierte (HalloSaarland), Nachrichten- sowie Wirtschaftsmagazine, Frauenzeitschriften, Jugendmagazine (Bravo) und Männerzeitschriften. Zu den Special-Interest-Zeitschriften zählen unter anderem Sportmagazine, Stadtmagazine, Kultur- sowie Filmzeitschriften (Deadline).

Je nach Erscheinung kann man Zeitschriften einteilen in: Wochenzeitschriften, Monatszeitschriften, Quartalsschrift und Jahresschrift. In Deutschland werden rund 2300 Publikums- und 3600 Fachzeitschriften verlegt. Einer der wichtigsten Zeitschriftentheoretiker war Walter Hagemann. Die Top 4 der beliebtesten Zeitschriften sind:

 1.Platz: Spiegel mit 1078981 Lesern

 2.Platz: Stern mit 1007724 Lesern

 3.Platz: Reader´s Digest mit 800851 Lesern

 4.Platz: Bunte mit 756472 Lesern

 

Die Zeitung

Jeder hat sie schon einmal in der Hand gehabt. Hat sich über die neusten Nachrichten informiert, durch die Sportrubrik geblättert, den neusten Klatsch und Tratsch verfolgt, oder einfach nur die netten Bildchen angeschaut. Anhand von diesen Aufzählungen kann man erkennen, wie vielseitig die Zeitung doch ist. Weltweit kaufen rund 439 Millionen Menschen Tageszeitungen. Anders als die Zeitschrift ist die Zeitung ein der Aktualität verpflichtetes Presseorgan, das sich in verschiedene Rubriken wie Politik, Lokales, Wirtschaft usw. unterteilt, auch genannt "Ressorts". Da die Zeitung preisgünstig sein muss, bedruckt man relativ große Seiten auf billigem, ungebleichten Papier und legt diese anschließend zu einer Zeitung zusammen. Redakteure, freie Journalisten und Volontäre füttern die Zeitung mit allerhand Neuigkeiten, die wir später gemütlich am Frühstückstisch lesen können. In kurzen Abständen (Tag, Woche) kann man sich die Zeitung entweder im Kiosk kaufen, oder lässt sie sich mit einem Abonnement vor die Haustür bringen.

Nach der Erfindung des Buchdrucks waren bald auch Pressedrucke aufgenommen. Das erste Nachrichtenblatt, das der heutigen Zeitung ansatzweise ähnelt, wurde ab dem 16. Jahrhundert unter dem Namen "Relation aller Fuernemmen und gedenckwuerdigen Historien" in Straßburg veröffentlicht. Diese erschien ein Mal wöchentlich und wurde von Johann Carolus ins Leben gerufen. Die erste Tageszeitung in Deutschland erschien 1650 in Leipzig und hieß "Einkommende Zeitung". Seinen Höhepunkt erlebte die Zeitung in den 1920 Jahren, da Radio und Fernseher noch weit entfernt lagen und die Menschen nur anhand der Zeitung informiert blieben. 90 Jahre später sind Zeitungen neben Fernseher, Internet und Radio eine beliebte Informations- und Unterhaltungsquelle. Wir Saarländer greifen für regionale Informationen zur Saarbrücker Zeitung, die zu den auflagenstärksten Tageszeitungen des Saarlandes zählt. Diese wird von rund 530.000 Menschen gelesen und von 220.000 Usern im Internet genutzt. Hier kann man sich selbst ein Bild von der Saarbrücker Zeitung machen.

Interessante Facts

Die älteste noch erscheinende Zeitung ist die seit 1645 in Schweden erscheinende "Post-och Inrikes Tidningar".

Der chinesische Zeitungsmarkt ist der größte weltweit, dicht gefolgt von Japan. Deutschland hat es bisher nur auf Rang 5 geschafft.

Die beliebteste Online-Zeitung ist die "Bild", deren Internetseite bisher 4,7 Millionen Mal besucht wurde.

(Quelle: www.wikipedia.de, Stand: 10.03.10)