Herzlich Willkommen auf dem Jugendserver-Saar!
Startseite | Wissen | Surfen und Schmökern | TV & Radio 

Radiolandschaft im Saarland

Zur Zeit gibt es im Saarland 8 Radiosender im UKW-Frequenzbereich, davon kommt die Hälfte - SR1, SR2, SR3 und 103.7 Unser Ding - vom Saarländischen Rundfunk, also einem öffentlich-rechtlichen Anbieter. Die andere Hälfte bestreiten Privatsender, nämlich Radio Salü (inklusive der Tochter Classic Rock Radio), BigFM und das Saarbrücker Lokalradio Radio Saarbrücken 99.6. Zwei weitere Privatsender sollen im Frühjahr 2010 dazu kommen, nämlich 2 Lokalsender in Neunkirchen und im Raum Merzig/Mettlach.  Die Unterschiede zwischen öffentlich-rechtlichem Rundfunk und dem Privatfunk sind zunächst daran zu erkennen, dass jeder, der ein Radio (oder Fernsehgerät) besitzt, GEZ-Gebühren für die "Öffis" zahlen muss, während die Privatsender ihre Kosten allein über Werbeeinnahmen decken. Der Rundfunkrat - ein Gremium aus allen gesellschaftlichen Gruppen des Landes - sorgt dafür, dass eine unabhängige Kontrolle der Öffis gewährleistet wird, denn er wählt den Intendanten (und kann ihn auch wieder abwählen), entscheidet über den Haushalt und kann auch in die Programmgestaltung eingreifen. Der Saarländische Rundfunk ist zusammen mit den anderen deutschen Anstalten des öffentlichen Rechts in der "Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten Deutschlands", der ARD, zusammengefasst.
Seit 1985 gibt es in Deutschland Privatradios. Am 31.12.1997 ist mit Radio Salü der erste saarländische Privatsender on air gegangen. BigFM kam am 5.9.2005 dazu, ClassicRock Radio, die zunächst nur in St. Ingbert sendeten, sind saarlandweit seit Mitte 2007 zu hören, ebenso wie Radio Saarbrücken 99.6. Die Existenzgrundlage sind die Werbeeinnahmen, was bedeutet, dass die Sender gewinnorientiert arbeiten müssen. Meist sind auch große Zeitungs- und Zeitschriftenverlage an Radiosendern beteiligt - hier ist zum Beispiel die Holtzbrinck-Gruppe, die auch die Saarbrücker Zeitung herausgibt, bei BigFM beteiligt. Eine andere Möglichkeit, Kosten zu sparen, und dadurch gewinnmaximierend zu arbeiten, ist es, wenn sich mehrere Privatsender zu einer Gruppe zusammenfinden, die dann eine zentrale Marketingabteilung haben, oder sonstige Aufgaben gemeinsam  bewerkstelligen. So ist Radio Saarbrücken 99.6 ein Teil der "The Radio Group", deren Marketing aus Kaiserslautern kommt und für alle Sender der Gruppe arbeitet.

zurück

Struktur eines Radiosenders

Unterschiedliche Sender haben unterschiedliche Zielgruppen. Das wird direkt deutlich, wenn man das Programm von Classic Rock Radio mit SR3 vergleicht. Die einen versuchen mit der Musikauswahl des Classic Rock, also der Rockmusik seit den 60er Jahren bei den Hörern zu punkten, die anderen mit der Zielsetzung, das Saarland in all seinen Details zu beleuchten. Es handelt sich also um Zielgruppenprogramme. Auch alle anderen Sender bauen ihr Programm so auf, dass sie der Zielgruppe, die sie sich selbst gesetzt haben, am besten gefallen. So versucht sich BigFM, ebenso wie 103.7 Unser Ding, mit vornehmlich jugendlichen Themen von anderen Sendern zu unterscheiden und Radio 99.6 Saarbrücken konzentriert sich mit der Themenauswahl auf die Landeshauptstadt, um bei dem Saarbrückern gut anzukommen. Radio Salü und SR1 kann man getrost als Mainstream-Radios bezeichnen, sie versuchen, möglichst viele Hörer aller Schichten (Alter, Bildung, Geschlecht etc...) anzusprechen. Die bisher genannten Sender sind Begleitprogramme - Programme die man bequem im Hintergrund laufen lassen kann, während man aktiv etwas anderes macht, zum Beispiel Hausaufgaben oder Küchenarbeit. SR2 als ausgewiesenes Kulturradio unterscheidet sich nicht nur in der Themenauswahl von den anderen Sendern, sondern auch in der Programmart. Hierbei handelt es sich nämlich um ein Einschaltprogramm, also einen Sender, den die Hörer wegen der Themen aktiv einschalten und dessen Sendungen anspruchsvoller gestaltet sind als die der Begleitprogramme. Wenn sich ein Sender dafür entscheidet, nur eine bestimmte Musikrichtung zu spielen, nennt man ihn Spartensender. Im Saarland wäre das zum Beispiel Classic Rock Radio.

 

zurück

 

Jobs beim Radio

Programmchef: derjenige, der alles zu verantworten hat: Programmformat, Personal, PR, Technik etc... Im Privatfunk ist er auch für die Wirtschaftlichkeit eines Senders verantwortlich.

Chef vom Dienst: Der Stellvertreter des Programmchefs im täglichen Programm. Er plant das aktuelle Programm, koordiniert die verschiedenen Bereiche des Senders, ist Ansprechpartner für Hörer oder Korrespondenten, betreut auch Praktikanten oder Volontäre.


Nachrichtenredakteur: Er wählt die Nachrichten aus den eingehenden Agenturmeldungen aus und bereitet sie für die Präsentation auf. Meist präsentiert er sie auch selbst am Mikro, er braucht also auch eine radiotaugliche Stimme. Er muss teilweise auch O-Töne aufbereiten, also aufzeichnen und schneiden. Da er verantwortlich ist für die Richtigkeit der Nachrichten, darf er nicht nur blind den Nachrichtenagenturen vertrauen, sondern muss auch die Informationen prüfen. Lokal- und Regionalnachrichten müssen von den Redakteuren meist selbst beschafft werden, das heißt sie telefonieren die entsprechenden Stellen ab, besuchen Pressekonferenzen und interviewen Gesprächspartner.


Moderator: derjenige, der das Programm an den Hörer bringt. Ein sehr wichtiger Job, denn ein Programm kann noch so gut vorbereitet sein, wenn es schlecht rüber gebracht wird, wird es nicht ankommen. Zur richtigen Zeit das richtige Wort und hin und wieder auch mal nichts sagen, das ist die Arbeit des Moderators.


Redakteur: Er plant Sendungen und Beiträge. Bei großen Sendern haben Redakteure ein oder mehrere Fachgebiete, meist ist ihre Aufgabe aber fachgebietsunabhängig. Sie planen und betreuen "ihre" Sendung, sie schreiben die Moderationen für "ihre" Moderatoren und bereiten auch die Hörer vor, die on air mit dem Moderator sprechen sollen. Sie arbeiten meist im Hintergrund, sind aber immens wichtig für den reibungslosen Ablauf einer Sendung.


Reporter: der Radiojob schlechthin. Während die Redakteure vom Schreibtisch aus planen, gehen die Reporter mit dem Aufnahmegerät nach draußen. Sie erleben Situationen hautnah und setzen sie dann für die Radiopräsentation um. Sie machen Umfragen auf der Straße, Live-Schalten von wichtigen Ereignissen (z.B. aus dem Stadion oder von Unfällen) und besuchen Pressekonferenzen. Reporter sind Profis in Sachen Aufnahme und  am Schnittplatz.


Korrespondent: Sie arbeiten entweder im ARD Korrespodenten-Netzwerk, das sich über die ganze Welt erstreckt, oder für Agenturen in den jeweiligen Ländern. Korrespondenten haben Erfahrungen als Redakteure gesammelt und beherrschen die Sprache ihres Einsatzortes. Sie sind Ansprechpartner, falls sich in der Welt unvorhergesehene Ereignisse abspielen (Flutkatastrophen, Erdbeben) oder für sportliche Großereignisse wie die Fußball-WM.


Musik-Redakteur: Der Verantwortliche für die Musik des Senders. Da sich die meisten Sender über ihr Musikprogramm profilieren, einer der wichtigsten Jobs beim Sender. Er muss den Musikgeschmack der Hörer treffen, neue Musik entdecken und auch mal vor allen anderen Sendern einen Sänger ins Programm nehmen. Er stellt die Musik für seinen Sender mit Computerprogrammen zusammen, sorgt für eine gute Rotation der Titel und unterstützt die Redakteure anderer Fachgebiete mit seinem Wissen über die Musik und Musiker.


Online-Redakteur: Er kümmert sich um den Auftritt des Senders im Web. Websites aktuell halten, Grafiken oder Banner einfügen, Newsletter verwalten und alles andere rund um die Homepage gehört zu seinen Aufgaben.Auch hier ist die Zusammenarbeit mit den anderen Redakteuren gefragt, damit zur aktuellen Sendung auch die passenden Infos online zu finden sind.


Producer: Produzieren heißt im Radio, einen gesprochenen Text in ein radiotaugliches Ganzes zu verwandeln, also mit Tönen, Musik, Geräuschen zu verfeinern. Producer haben genau diese Aufgabe. Sie produzieren Jingles, die die Sendungen oder die Nachrichten ansagen. Sie sind auch für die Verpackungen von Sendungen verantwortlich, also die Ansagen von Moderatoren, Sendungen, speziellen Shows etc...  Producer sind Spezialisten für die Studiotechnik und sollten ein gutes Gespür dafür haben, was im Radio gut klingt.


Sendeassistenz: In vielen Sendern die beste Möglichkeit in den Redaktionsalltag einzusteigen. Die Sendeassis müssen eigentlich alles können, Anrufe managen, Besucher betreuen, Post verteilen, recherchieren, auch mal Kaffee kochen und kopieren. Hier sind Allrounder gefragt.


Marketing, PR-Abteilung: Vor allem bei den Privatsendern sind Marketingstrategen gefragt, um Geld zu beschaffen. Sie verkaufen Werbezeiten - je mehr Hörer ein Sender hat, desto teurer können sie sein. Marketing muss also Hand in Hand gehen mit der Programmplanung, denn verschiedene Hörerschaften sind Kunden für verschiedene Produkthersteller. Die PR-Abteilung muss  den Sender bekannt machen. Das geht am besten mit gut geplanten Aktionen oder Kampagnen, Live-Sendungen von öffentlichen Plätzen, Präsentationen von Festivals und Konzerten. Damit einher gehen oft auch Gewinnspiele, mit denen die Hörer an den Sender gebunden werden sollen.

 

zurück

Fachjargon

Wie jeder Fachbereich hat auch das Radio einen Fachjargon entwickelt. Damit werden spezielle Begriffe oder auch Abkürzungen bezeichnet, die größtenteils nur in der Radiowelt vorkommen. Für Neulinge ist es oft schwer, sich in den Unterhaltungen mit alten Hasen zurecht zu finden. Deshalb haben wir hier einige wichtige Begriffe erklärt, über die ihr als Radio-Einsteiger stolpern könntet.


Aircheck: der Mitschnitt eines Programms; dient auch der Kontrolle einer Moderation, eines gesprochenen Beitrags durch Vorgesetzte oder Sprechtrainer.
Atmo: kurz für Atmosphäre, also die Hintergrundgeräusche einer Reportage oder eines Beitrags.
Backselling: die Wiederholung eines Takes aus dem Programm. Zum Beispiel mit dem Hinweis: "Das lief heute morgen im Programm"
Call-in: eine Aktion, bei der die Hörer anrufen und mit dem Moderator on-air sprechen
CvD: Chef vom Dienst
Hook: eine kurze, prägnante Stelle eines Liedes, an der man den Titel direkt erkennt
Jingle: Ansage des Sender,des Moderators, oder der Sendung durch die Station-Voice
Korri: kurz für Korrespondent
Mitschnitt: die Aufzeichung einer Sendung
O-Ton: Original-Ton, also das was ein Star/Politiker/Bürger gesagt hat
PK: Pressekonferenz
PR: Public Relations. Die Öffentlichkeitsarbeit ist damit gemeint, also wie gut sich ein Sender nach außen hin darstellt
Rotation: die Häufigkeit mit der ein Titel im Programm auftaucht. Ein Begriff aus der Musikplanung.
Station Voice: die Stimme des Senders. Meist ein externer Sprecher, kann aber auch einer der Moderatoren sein. Zumeist sehr prägnante Stimme, mit der die Hörer ihren Sender identifizieren können.

 

zurück

Weitere Infos

Walther von La Roche, Horst Buchholz: Radiojournalismus - Ein Handbuch für Ausbildung und Praxis im Hörfunk.

Links:

www.sr-online.de   
www.salue.de
www.classicrock-radio.de
www.radio-sb.de
www.bigfm-saarland.de

103.8 Unser Ding

 

zurück

Radio des AWO-Jugendwerks

Du hast genug vom Radio Mainstream-Allerlei und willst frische Musik von Newcomerbands auf die Ohren?
Oder gar selbst als Radiomoderator deine eigene Sendung produzieren und live im Radio weltweit zu hören sein?

In beiden Fällen bist Du bei Jugendwerk-Radio.de genau richtig, denn hier spielt die Musik.

Jugendwerk-Radio ist ein im Oktober 2009 gegründetes Internetradio für gemafreie Nachwuchsbands und Musiker.
Wir bieten Newcomer die Möglichkeit, sich und ihre Musik über Webradio kostenlos vorzustellen, und interessierten Jugendlichen die Chance als Moderator einmal selbst 'Radio zu machen'.

 

zurück

Fernsehen im Lauf der Zeit

Nachrichten, Dokumentationen, Soaps, Filme, Reality-TV, Doku-Soaps - das Fernsehen bietet viele unterschiedliche Facetten, die sich im Laufe der Zeit allerdings stark gewandelt haben. Ein Überblick.

Bis in die 50er Jahre hinein war das Radio, was die Unterhaltung zu Hause anging, konkurrenzlos, es gab zwar schon einige wenige, die sich einen Fernseher leisten konnten, doch wofür, wenn das Programm auf zwei Stunden täglich begrenzt war? Ende der 50er Jahre entwickelte sich das Fernsehen zum Massenmedium, und ab 1967 gab es dann auch Farbfernsehen. Das Umschalten von Schwarz-weiß auf Farbfernsehen sollte sehr medienwirksam geschehen, indem der damalige Vizekanzler Willy Brandt auf einen roten Knopf drückte - Blöd nur, dass der Knopf eine Attrappe war und die Techniker schon auf Farbe schalteten, bevor der Knopf überhaupt gedrückt worden war.

Die Technik für Fernsehen an sich existierte aber schon deutlich länger, bereits 1883 wurde von Paul Nipkow, einem Deutschen, ein Verfahren entwickelt, mit der Bilder in helle und dunkle Elemente zerlegt werden konnten: die Nipkow-Scheibe. Das ist eine Scheibe aus Metall, in der am Rand entlang Löcher eingestanzt sind. Damit wird das Bild abgetastet, und kann dann reproduziert werden (wer sich das nicht so richtig vorstellen kann, sollte hier mal gucken).
1907 gelang dann dem Russen Boris Rosing die erste Übertragung und der erste Empfang eines Fernsehbildes. Wie es weiterging, ist umstritten - hier ist Platz für Verschwörungstheoretiker: Ein anderer Russe, Leon Theremin, soll das System von Nipkow verbessert haben - glaubt man, der russische Geheimdienst wollte diese Technik aber zur Personenüberwachung nutzen - denkt man; jedenfalls publizierte Theremin diese Forschungen nie.
Theremin arbeitete später (weiß man!) aber noch für den russischen Geheimdienst, weshalb sich das ganze tatsächlich so abgespielt haben könnte.
1928 fand aber auf jeden Fall die erste transatlantische Fernsehübertragung statt, John Logie Baird sendete von London nach New York.
1926 war bereits das erste elektronische Fernsehen entwickelt worden, basierend auf der Braunschen Röhre oder Kathodenstrahlröhre, entwickelt 1897 von Ferdinand Braun und Jonathan Zenneck.
Fast alle späteren Fernseher basierten noch auf diesem Prinzip, bei den neueren Modellen hingegen hat die Plasma- und LCD-Bildschirmtechnik die Braunsche Röhre abgelöst.

 

zurück

Wie gehts?

Okay, also gab es Menschen, die Bilder in einem Kasten zeigen konnten, und diese Bilder versenden konnten, auch über große Entfernungen. Aber was das Fernsehen ja eigentlich ausmacht, ist doch die Tatsache, dass sich die Bilder bewegen.Wie geht das? Eigentlich ist es ganz einfach. Jeder, der schon mal ein Daumenkino in der Hand hatte, kennt das Prinzip: Wenn man mehrere Bilder schnell hintereinander ansieht bzw. ablaufen lässt, sieht es aus, als würden sie sich bewegen. 1872 beschäftigte sich Eadweard Muybridge, Fotograf, mit den Bewegungsabläufen von Pferden. Wie die genau funktionierten, war nämlich sehr umstritten, und Muybridge hatte gewettet, dass Pferde beim Galopp zeitweise alle Hufen in der Luft haben. Also fotografierte Muybridge mit mehreren Kameras ein galoppierendes Pferd, die durch Kontaktdrähte ausgelöst wurden, als das Pferd vorbeilief. Die Bilder ließ er schnell hintereinander ablaufen, und siehe da - alle Hufe in der Luft. Quod erat demonstrandum.Film und Fernsehen funktionieren eigentlich bis heute so. Je mehr Bilder in einem bestimmten Zeitraum, sagen wir, in einer Sekunde, ablaufen, desto flüssiger und natürlicher wirkt die dargestellte Bewegung. Heute gibt es natürlich deutlich bessere Kameras als 1873, mit denen man sogar Kolibris genau filmen kann - bei 40-50 Flügelschlägen pro Sekunde braucht man hierfür in der Tat eine schnelle Kamera. Das grundsätzliche Prinzip dafür hat sich aber seit Muybridge nicht wesentlich geändert. Und Fernseher machen dann auch nichts anderes: Sie versenden Bilder, und zwar viele hintereinander, so dass es bei uns als Bewegung ankommt. Das erste Mal wurde das 1906 in Deutschland gemacht, wieder mit einer Nipkow-Scheibe. Da es aber noch keine gute Möglichkeit zum Filmen gab, mussten die Bilder zu diesem Zeitpunkt noch per Hand bewegt werden, damit sie sich dann auch im Fernseher bewegten. Erst Ende der 20er wurde dieses Prinzip dann so weiterentwickelt, dass die Bilder im Fernsehen "von alleine" laufen konnten. Fernsehen existierte, aber es war noch wahnsinnig teuer. Heute haben gut 95% aller deutschen Haushalte mindestens einen Fernseher, und ein Fernseher ist Teil des gesetzlich garantierten Existenzminimums - damals konnten sich den Fernseher nur die Reichsten leisten. In den USA kosteten neue Fernseher in den 50ern gut 1000$ - nach heutiger Kaufkraft wären das 12000$. In den 30er Jahren, speziell während der olympischen Spiele 1936 wollte Deutschland seine Überlegenheit demonstrieren und übertrug die olympischen Spiele im Fernsehen. Deutschland war 1939 ziemlich weit gekommen im Bereich Fernsehtechnik, nach Kriegsende verlor Deutschland allerdings sämtliche Patente und durfte auch (erst mal) nichts mehr weiterentwickeln.  Das bedeutete aber nicht, dass die Entwicklung deshalb stehen blieb, und 1953 wurde die grundlegende Technik für Videorekorder entwickelt, dann gab es europaweite Fernsehausstrahlungen, die Fernseher wurden kleiner und erschwinglicher, kabellose Fernbedingungen wurden entwickelt, das Farbfernsehen kam dazu, Anfang der 80er gab es den ersten Camcorder, dann wurde Satellitenempfang ermöglicht, ab 1995 gab es DVDs, ab 2003 wurde digital gesendet, und Plasmafernseher und LCD-Bildschirme (LCD- Liquid Crystal Display - Flüssigkristallbildschirm) wurden Massenware. Die DVD wird allmählich durch Blu-rays abgelöst, Sendungen können jederzeit im Internet angesehen werden, weil alle Sender auch umfangreiche Internetportale haben, und seit 2008 senden viele Sender auch in HD. Und das Fernsehen wird sich weiter entwickeln - wohin, das lässt sich schwer sagen. Sicher ist, dass die Tendenz Richtung Internet-Fernsehen geht, weg vom "herkömmlichen" Fernsehen, hin zum Fernsehen, das immer, überall und rund um die Uhr griffbereit ist. Und was dann? Wird sich zeigen.

 

Quellen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Fernsehen
http://de.wikipedia.org/wiki/Nipkow-Scheibe
http://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Nipkow
mit darstellung nipkow-scheibe _blank external-link "Oeffnet Link im neuen Fenster">http://www.movie-college.de/filmschule/medien/tv-geschichte.htm -> mit darstellung nipkow-scheibe
http://de.wikipedia.org/wiki/Leon_Theremin
http://de.wikipedia.org/wiki/Chronologie_des_Fernsehens
http://de.wikipedia.org/wiki/Muybridge

 

zurück

Fernsehen im Alltag

Hand aufs Herz - wie lange hast du heute schon fern gesehen? Eine Stunde - zwei? Mehr? Weniger? Gar nicht? Ach, tatsächlich? Ich würde sagen, da bist du in der Minderheit!

Das Fernsehen ist ein Leitmedium. Es ist eines unserer wichtigsten Medien. 95% aller deutschen Haushalte haben mindestens einen Fernseher, der Fernseher ist Teil des gesetzlichen Existenzminimums.
Fernsehen beeinflusst uns sehr. Fernsehen zeigt und die Welt, wie sie ist, auch ganz weit weg - könnte man meinen. Fernsehen ist abwechslungsreich, unterhaltsam, eine gute Freizeitbeschäftigung - ach, wirklich? Fernsehen bildet - nein, dazu sage ich nichts.

Räumen wir mal mit diesen Pauschalurteilen auf.
Ja, Fernsehen zeigt uns die Welt - aber eben nur den Teil, der sich optisch umsetzen lässt, verständlich dargestellt werden kann und, vor allem, interessant ist - staubfusselzählende Topfpflanzenfans sind auch Teil dieser Welt, aber ganz ehrlich, würdest du eine Doku drüber einschalten?
Und ja, Fernsehen ist eine gute Freizeitbeschäftigung - manchmal. Das Fernsehen kann weiterbilden, es kann aber auch verdummen, zum Beispiel, wenn man den ganzen Tag nur 08/15-Schrott guckt (nichts gegen 08/15-Schrott, aber halt nicht rund um die Uhr). Einige Studien kommen zu dem Schluss, dass Fernsehkonsum und Schulabschlüsse sich gegenseitig negativ beeinflussen: je mehr man vor der Glotze hängt, desto schlechter der Abschluss (aber keine Sorge, du hängst ja schließlich gerade vor dem Computer und nicht vor der Glotze).
Dazu kommt, dass das Fernsehen uns nicht nur die Welt zeigt, sondern auch unsere Weltsicht beeinflusst. Das fängt damit an, dass nur manche Lebensbereiche gezeigt werden. Das geht damit weiter, dass wir das, was uns gezeigt wird, auch nur durch den Fernseher sehen, wir sehen nicht das gesamte Bild. Bei einer Pressekonferenz sehen wir diejenigen, die reden, und nicht diejenigen, die sie filmen, alles mitschreiben, den Redenden eventuell noch schnell eine Notiz mit ihrem Text zu stecken. Wenn wir einen Film sehen, sehen wir, was zusammen geschnitten wurde, und weil sich auch kaum einer den Abspann anguckt, bekommen wir im Zweifelsfall nicht mal mit, dass Tante Katie bei dem Film für das Catering zuständig war, wenn sie es uns nicht sagt.  
Auch das Bildungsfernsehen ist nicht mehr, was es mal war. Infotainment ist inzwischen weit üblicher, eine Mischung aus Entertainment und (je nach Format) mehr oder weniger Info. Dazu zählen Quizsendungen, aber auch Wissenssendungen wie Galileo, weil auch hier die Informationen so präsentiert werden müssen, dass sie interessant und unterhaltsam sind.
Und damit wären wir bei den Soaps angelangt. Das fängt an mit Daily-Soaps, in denen die heile Welt von unerkannt Homosexuellen, tragischen Seitensprüngen, realistischen Unfällen und den schicksalhaften Irrungen und Wirrungen der ersten bis 42. Liebe bedroht wird. Das geht weiter mit Doku-Soaps, die das "echte Leben" "dokumentarisch" begleiten. Und endet bei Pseudo-Dokus, die aussehen wie Dokus, klingen wie Dokus, vielleicht sogar schmecken wie Dokus, aber gescriptet sind und bei denen die schwangere, schulschwänzende 15-Jährige, ihr arbeitsloser Alkoholiker-Stiefvater, ihr Freund, der wahlweise eine Rapperkarriere oder eine Profi-WoW-Existenz anstrebt und die angesichts dieser Situation vollkommen verzweifelte Tokio-Hotel-Fan-Mutter alle von Laienschauspielern dargestellt werden.
Auch Reality-TV ist recht beliebt. Hier ist die Situation von vornherein gestellt (z.B. verschiedene Personen in einem Fernsehbunker, auf einer einsamen Insel, in einem Haus wie anno 1896) und man geht davon aus, dass die gezeigten Situationen auch passieren würden, wenn keine Kamera dabei wäre. Allerdings wird auch hier durch das Fernsehteam manipuliert, es werden Einstellungen geändert oder bestimmte Winkel gewählt, so dass im Ergebnis der Unterschied zur Doku-Soap teilweise fließend ist.

Kurz und gut, das Fernsehen verändert unsere Wahrnehmung. Bei allem, was gezeigt wird, müssen wir uns fragen, ob es wirklich echt ist, wer hier was wie dargestellt haben will. Zwar sollte man grundsätzlich bei allen Informationen die Quellen prüfen, aber gerade beim Fernsehen ist das besonders schwierig, weil man die Bilder ja sieht, und Bilder eben mehr sagen als Worte. Diese Situation macht es auch schwierig, reale Sachlagen zu erkennen, weil die Darstellung die gleiche ist wie bei beispielsweise einer "Doku-Soap" mit Drehbuch.

Das ist das eine, was beim Fernsehen beachtet werden sollte. Das andere ist das Fernsehen an sich, beziehungsweise die Zeit, die du damit verbringst. Zu viel Fernsehen ist - muss ich das jetzt alles noch mal aufzählen? Ungesund, weil man sich kaum bis gar nicht bewegt, schlecht für die Essgewohnheiten wegen den nebenher geknabberten Chips, je nach Programm nicht gut für die Intelligenz/ abstumpfend/ ermüdend, zu viel Fernsehen macht faul, unsportlich -
Belassen wir´s dabei.
Wenn du unbedingt einen tieferen Sinn suchst, dann mach dir doch mal drüber Gedanken - am besten, wenn die Glotze aus ist.

Quelle:

http://de.wikipedia.org/wiki/Fernsehen

 

zurück

jemand wird gefilmt

Videoclip-Workshop

Medienseminar für Engagierte in der Jugendarbeit

Von: Jugendserver-Saar, ce
Kategorie: Internet, TV und Radio
 

Bildbearbeitung für Kinder

LMS veranstaltet Zusatzkurs wegen großer Nachfrage

Von: Jugendserver-Saar, ce
Kategorie: Eltern, TV und Radio
 
Filmen

TV- und Videoproduktion

Seminarangebote der LMS

Von: Jugendserver-Saar, JA
 
Treffer 1 bis 3 von 6
<< Erste < Vorherige 1-3 4-6 Nächste > Letzte >>
www.dingdeindorf.de
 
next month link Februar next month link
Mo. Di. Mi. Do. Fr. Sa. So.
  12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
2728