Ein würdiger Abschluss

Wahl-O-Mat on Tour bei der Neuen Arbeit Saar

 

Ein beeindruckendes und aufrüttelndes Ambiente erwartete die Vertreterinnen und Vertreter der Politik am Freitag im Möbellager der Neuen Arbeit Saar. Hier hatten sich die Teilnehmenden, hauptsächlich Langzeitarbeitslose der Neuen Arbeit Saar, sehr intensiv auf die Veranstaltung vorbereitet, das war unverkennbar – und das nicht nur durch die liebevoll mit Blumen dekorierten Tische, auf denen Kaffee und Kuchen für das leibliche Wohl aller Anwesenden sorgte. Plakate, die auf den Weg vom Eingang in die Halle geklebt worden waren, machten auf Probleme von Langzeitarbeitslosen aufmerksam und stellten kritische Fragen an Leserinnen und Leser. In der Möbelhalle schließlich, in der auch die Diskussion stattfand, wurden kurz vor Beginn noch die letzten Details auf einem Plakat ergänzt. Es enthielt diejenigen Wahl-O-Mat Thesen (samt Parteipositionen), die in Zusammenhang mit Arbeitslosigkeit und schwierigen finanziellen Situationen stehen. Auf einer Stellwand prangten Plakate. Auf einem war die Kritik an der aktuellen politischen Lage aus Sicht der Langzeitarbeitslosen zusammengefasst worden: Etwa die wachsende Schere zwischen Arm und Reich, die großen Hürden bei Antragsstellungen und die mangelnde Transparenz der Bewilligung von Sozialleistungen. Auf anderen Plakaten fanden sich konkrete Wünsche und Vorschläge für Verbesserungen: Etwa der Ausbau des ÖPNV, eine verbesserte schulische Betreuung sowie Unterstützung von Auszubildenden und einen höheren Hartz IV Satz. Ebenso, und dieser Punkt wurde graphisch hervorgehoben und bewegte besonders: Die Gleichbehandlung Aller und Respekt.

In der Diskussion wurden auch noch weitere Themen aufgegriffen: die Probleme bei sozialer Unterstützung durch starre Bürokratie, die Gefahr durch das marode Atomkraftwerk in Cattenom, kostenfreie Bildung vom KiTa-Besuch bis zur Schulbusfahrt und einem Schulessen, die Chancen eines bedingungslosen Grundeinkommens für die persönliche wie berufliche Entfaltung, die Ideen und Maßnahmen der einzelnen Parteien, um Langzeitarbeitslose wieder in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren und die Forderung nach einem gesicherten dritten Arbeitsmarkt für Langzeitarbeitslose. Die Politikerinnen und Politiker hörten aufmerksam zu. Sicher werden diese Eindrücke die Parteivertreterinnen und -vertreter auf ihrem Weg in den Bundestag, sollten sie morgen genügend Stimmen erhalten, begleiten und in ihre Arbeit mit einfließen.

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